Warum ist Remote Work mehr als ein Trend?
Remote Work ist spätestens seit der Corona-Pandemie in vielen Unternehmen Realität – nicht als Modewort, sondern als Arbeitsmodell. Was sich verändert hat:
- Zusammenarbeit läuft asynchroner (nicht alle sind gleichzeitig verfügbar)
- Abstimmungen werden digitaler
- Produktivität hängt weniger von Anwesenheit ab – mehr von Klarheit.
Jeder dritte Beschäftigte weltweit arbeitet mobil
Laut einer Studie von CNBC arbeiten rund um den Erdball etwa 70 Prozent der Beschäftigten mindestens einen Tag in der Woche remote. Doch was bedeutet Remote Work, wo liegt der Unterschied zum Home Office und wo finde ich Jobs in Remote?

Viele Menschen wünschen sich flexiblere Arbeitsorte
Was ist Remote Work?
Remote Work bedeutet, keinen festen Arbeitsort zu haben. Du arbeitest ortsunabhängig – mit flexibler Zeiteinteilung. Typische Synonyme (nicht identisch, aber oft so verwendet)
- Mobiles Arbeiten
- Ortsunabhängiges Arbeiten
- Hybrides Arbeiten
- Telearbeit
Was sind die Merkmale ortsunabhängiger Arbeit?
Remote Work ist mehr als „Laptop aufklappen“:
- Selbstbestimmtere Aufgabenorganisation
- Digitale Kommunikation
- Virtuelle Arbeitsräume
- Klare Ergebnisorientierung
„Wer ortsunabhängig arbeitet, kann da wohnen, wo andere Urlaub machen.“ – New Work Life
Mobiles Arbeiten in Deutschland
In Deutschland war die Unsicherheit lange groß: Arbeitnehmer befürchteten Nachteile für die eigene Karriere, Arbeitgeber hingegen hatten Angst vor Kontrollverlusten sowie fehlendem Austausch von Informationen. Doch mit der Ausbreitung des Corona-Virus hat sich auch das mobile Arbeiten immer mehr gefestigt. Und auch weiterhin möchten viele Unternehmen an der Idee und Umsetzung flexibler Arbeitsweisen festhalten.
Merkmale ortsunabhängiger Arbeit
Remote Work beinhaltet aber nicht nur das ortsunabhängige Arbeiten als Mobile Office, sondern ist außerdem geprägt von selbstbestimmten Aufgaben, digitaler Kommunikation und virtuellen Büros. Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber ergeben sich neue „Freiheiten“, die eine neue Arbeitswelt formen. Angetrieben wird die Entwicklung durch die Digitalisierung und New Work. Hier kommt auch das neue New-Work-Konzept „Workation“ hinzu.
Bei New Work steht der Mensch im Mittelpunkt. Hier sind die Werte unter anderem Mitbestimmungsrecht, Freiheit und Selbstständigkeit. Aber auch das Einbringen von eigenen Ideen sowie die ständige Weiterbildung liegen im Fokus. Die Hauptarbeit von Remote Workern findet vor dem Laptop und am Telefon statt. Die wichtigste Grundvoraussetzung: ein stabiler Internetanschluss.
Remote Work vs. Homeoffice – das sind die Unterschiede
Grundsätzlich gilt: Arbeitnehmer, die ortsunabhängig arbeiten, werden in der Regel weniger in den Büroalltag eingebunden. Im Homeoffice geht es allerdings darum, die geregelten Arbeitszeiten und Unternehmensprozesse aus dem Büro auf Deine Umgebung zu übertragen. So bleibt die Struktur des Büroalltags erhalten.
Klassisches Homeoffice
Beim Homeoffice entsteht also ein fester Arbeitsplatz im privaten Bereich, der mit dem Arbeitgeber vereinbarte Arbeitszeiten beinhaltet. Weiterhin haben viele Beschäftigte die Möglichkeit, bei Bedarf auch wieder im Büro zu arbeiten. Für Arbeitnehmer, die mit den Strukturen im Büro unzufrieden sind, bietet das Home Office allerdings weniger Raum für Veränderung.
Gleichzeitig ist das Home Office aber auch negativ belastet. Häufig wird mit dieses Arbeitsmodell mit weniger Konzentration und Disziplin abgestempelt, wodurch Bilder wie „aus dem Bett heraus“ oder ein Laptop zwischen Wäschekorb und Bügelbrett hervorgerufen werden. Remote Work hingegen genießt aufgrund seiner klareren Ausrichtung auf die eigene Produktivität eine professionellere Reputation.
Remote Arbeit richtet sich an eigene Bedürfnisse
Im Gegensatz zum Home Office fehlt dem Fernarbeiter ein fester Arbeitsplatz. Vielleicht arbeitest Du am Schreibtisch zuhause konzentrierter, aber Deine Kreativität wird durch den Trubel in Co-Working-Spaces, wie es sie in sog. Smart Cities gibt, gefördert? Dann kannst Du Deine Arbeitsweise und -umgebung anpassen.
Über Arbeitsort und das Gestalten des Arbeitstages entscheidet der Mitarbeiter bei Remote Work selbst. Morgens früher anfangen und dafür den Nachmittag frei machen? Ziel ist es, das volle Potenzial auszuschöpfen, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Der Erfolg hängt vom richtigen Management ab.

Coworking Spaces bieten Abwechslung
Gesetzliche Regelungen: Das solltest Du beachten
Grundsätzlich besteht in Deutschland kein Recht auf Homeoffice oder Remote Work. Die Entscheidung liegt auf arbeitgebender Seite. Wichtig ist also die Absprache mit den Vorgesetzten. Mittlerweile ist dies aber in vielen Unternehmen kein Problem mehr. Umfragen zufolge bieten 62 Prozent der Unternehmen in Deutschland an, remote zu arbeiten. Dabei gilt die Arbeitszeit wie vertraglich geregelt.
Oftmals ist es aber auch kein Problem, die Stunden anders aufzuteilen. Das heißt, dass Du beispielsweise morgen ein paar Stunden arbeitest und anschließend wieder am Nachmittag oder am frühen Abend. Allerdings gilt in solch einem Fall die Ruhezeitregelung, nach der mindestens 11 Stunden Pause zwischen zwei Arbeitstagen liegen müssen.
Und wie sieht es mit der gesetzlichen Absicherung bei Unfällen aus? Hier gilt: Ein Arbeitsunfall im Homeoffice wird als solcher eingestuft, wenn er im Rahmen der beruflichen Tätigkeit geschieht. Allerdings ist es oft schwierig einzustufen, was zur Tätigkeit gehört und was nicht. Oft entscheidet dann der Einzelfall.
Interessante Quellen zum Thema:
- Warum Unfälle im Homeoffice selten versichert sind (wiwo.de | Wirtschaftswoche)
- Mobile Arbeit / 3 Unfallversicherung (haufe.de | Haufe)
Ist Remote Work auch im Ausland möglich?
Arbeiten mit Blick auf den Strand, der Traum vieler – mit Remote Work umsetzbar. Allerdings nur mit Absprache der Vorgesetzten. Zudem müssen auch hier die rechtlichen Regelungen hinsichtlich Sozialversicherung und Steuerzahlungen beachtet werden, die sich je nach Länge des Aufenthalts unterscheiden. Steuerrechtlich darfst Du – ähnlich wie bei einer Workation – bis zu 183 Tage im EU-Ausland arbeiten. Nach Ablauf dieser Frist bist Du in beiden Ländern zu einer Steuererklärung verpflichtet.
Unterschied: Workation und Remote Work
Bei einer Workation handelt es sich um einen längeren Aufenthalt im Ausland, bei dem von einem Urlaubsort aus gearbeitet wird, wie z.B. Spanien oder Italien. Remote Work findet nicht unbedingt im Ausland statt, ist aber eine von vielen Möglichkeiten. Du kannst also auch von zu Hause aus oder im Café remote arbeiten.
Welche Vor- und Nachteile hat Remote Work?
Diese flexible Arbeitsweise bietet viele Vorteile, aber es gibt auch Herausforderungen zu meistern. Hier eine kurze Zusammenfassung:
| ✓ höhere Produktivität | ✗ hoher bürokratischer Aufwand |
| ✓ verbesserte Work-Life-Balance | ✗ weniger Kontakt zum Team |
| ✓ Zufriedenheit | ✗ Leistungsdruck |
| ✓ flexibler Arbeitsort | ✗ vermehrte Überstunden |
| ✓ Ansprechendes Arbeitsangebot |
Auf den ersten Blick scheint es noch viele Nachteile zu geben. Diese kannst Du aber mit ein paar Tipps und Tricks lösen. Wir erklären Dir wie!
Welche Vorteile bringt Remote Work?
- Gesteigerte Produktivität: weniger Ablenkung durch andere Teammitglieder. Gleichzeitig kann das auch in ein Gegenargument umgewandelt werden, denn: anderer Arbeitsort, andere Ablenkungen. Dieses Argument lässt sich jedoch nicht so einfach verallgemeinern. Dagegen steht, dass durch ein gesteigertes Wohlbefinden auch die Lust zu arbeiten steigt, was sich wiederum positiv auf die Produktivität auswirkt.
- Zeitersparnis durch den wegfallenden Arbeitsweg: Gerade auf Seiten der Beschäftigten trägt das zu einer verbesserten Balance zwischen Arbeit und Freizeitgestaltung bei. Vor allem, da die meisten Menschen im Schnitt circa 25 Minuten für einen Arbeitsweg benötigen. Das ist nicht nur eine Zeit-, sondern auch eine Kostenersparnis. Auch das Unternehmen kann sparen, denn aufgrund von anwesenden Beschäftigten reduzieren sich beispielsweise Heiz- und Stromkosten.
- Attraktives Angebot für viele Personengruppen: Das Angebot des Remote-Arbeitens lockt nicht nur junge Leute an. Auch andere Personengruppen, wie zum Beispiel Familienväter und -mütter, profitieren von diesem System, da sie durch eine bessere Work-Life-Balance bzw. Work-Life-Blending mehr Zeit für die Familie haben.
- Mehr Zufriedenheit: Eine ausgeglichene Work-Life-Balance sorgt für mehr Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Im Job kann es schnell mal stressig werden. Wenn aber eine gewisse Grundzufriedenheit vorhanden ist, kann der Stress besser ausgeglichen werden und macht nicht so schnell krank machen.
- Ortsunabhängig arbeiten: Nicht für jeden Menschen ist ein klassischer 9-to-5 Job im Büro geeignet. Einige sind Nachteulen und frühmorgens nicht produktiv, andere können in der privaten Umgebung besser arbeiten. Menschen sind unterschiedlich und das ist auch gut so, denn durch diese Unterschiede entsteht Diversität. Mit der Möglichkeit, remote zu arbeiten, besteht eine bessere Chance, internationale Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.

Remote arbeiten bietet mehr Möglichkeiten
Welche Nachteile treten häufig auf?
- Einer der größten Nachteile: Der bürokratische Aufwand. Sich vorab zu informieren, gegebenenfalls Zusatzversicherungen abzuschließen, Absprachen mit den Vorgesetzten zu treffen – all das kostet Zeit und Nerven. Ist diese Arbeit aber einmal geleistet, kann dies die Türen für mehr Personen und eine moderne Unternehmenskultur öffnen.
- Soziale Isolation: Bei der Arbeit von zu Hause aus merkst Du schnell, wie oft Du eigentlich mit anderen Mitarbeitenden kommunizierst – auch wenn es nur 2 Minuten an der Kaffeemaschine sind, tragen diese Minuten der sozialen Interaktion zu mehr Teamgefühl bei. Im eigenen Arbeitszimmer oder unterwegs ist das nur schwer umzusetzen. Gefördert werden kann der Zusammenhalt jedoch mit regelmäßigen Teambuilding-Maßnahmen oder geplanten Austausch-Zeiten.
- Druck, sich zu beweisen: Remote arbeiten ist in Deutschland noch lange keine Normalität. Erst seit der Corona-Pandemie ist dieses Thema mehr auf dem Vormarsch. So gaben beispielsweise über die Hälfte der Teilnehmenden einer Studie an, das erste Mal während der Pandemie im Homeoffice gearbeitet zu haben. Immer noch äußern viele Unternehmen Bedenken, dass remote Arbeiten nicht die gleichen Ergebnisse erzielt – Präsenz ist für viele Menschen ein wichtiger Faktor. Um das zu ändern, muss ein Umdenken stattfinden und die Digitalisierung der Arbeitswelt vorangetrieben werden.
- Dieser Druck führt oft zu dem nächsten Punkt: vermehrte Überstunden. Gerade bei der Arbeit in den eigenen vier Wänden, ist es für viele schwierig, Pausenzeiten einzuhalten und pünktlich Feierabend zu machen und so eine Grenze zwischen Arbeits- und Privatleben zu ziehen. Auch bei der Arbeit im Ausland kann es passieren, dass sich das schlechte Gewissen meldet. Eine Zeiterfassung kann Abhilfe schaffen, da so die eigene Leistung visualisiert wird. Auch auf der Seite des Unternehmens kann dieses Vorgehen das Vertrauen in die Beschäftigten stärken.
Remote Jobs: Wo finde ich passende Stellen?
Wer auf der Suche nach Remote Arbeit ist, sollte Stellenanzeigen richtig und genau lesen. Oft ist die Rede von „Heimarbeit“, die mit Fernarbeit nicht gleichzustellen ist. Wenn Du gezielt nach Remote Work suchst, dann sollte sich die Arbeit von theoretisch jedem Ort der Welt aus erledigen lassen. Inzwischen gibt es extra dafür ausgelegte Jobportale, die sich auf Remote Jobs spezialisieren.
New Work Life
Das Jobportal „New Work Life“ ist – wie der Name schon sagt – spezialisiert auf neue Formen der Arbeit wie z. B. Remote Work. Die Branchen verteilen sich über Human Resources, IT und Marketing bis hin zu Produkt- und Projektmanagement, redaktionellen Tätigkeiten, Service und Support. Angeboten werden Jobs in Vollzeit, Teilzeit, Freelance sowie Werkstudenten-Jobs.
Link: new-work-life.com
DNXJobs
Das Stellenportal „DNXJobs“ ist ebenfalls eine beliebte Anlaufstelle für digitale Nomaden und Jobs in der digitalen Welt. Zu finden ist eine bunte Auswahl an ortsunabhängigen Jobs in der Audio & Videoproduktion, in Social Media als Virtual Assistant oder auch im Dienstleistungssektor. Die Jobs reichen von der festen Anstellung bis hin zum Praktikum. Besondere Fähigkeiten und Talente können unter „Talente finden“ konkret vorgestellt und gefunden werden.
Link: DNXjobs
GetRemote
Auf „GetRemote“ werden Festanstellungen dauerhaft oder über einen längeren Zeitraum in Remote angeboten. Auch hier reichen die Stellenausschreibungen von der Vollzeitstelle bis hin zur Werkstudententätigkeit oder dem Minijob. Alle Jobangebote werden nach dem Erscheinungsdatum sortiert.
Link: GetRemote.de
Remoteok
Der Stellenfinder „Remoteok“ ist ein internationales Jobportal, um einfach und schnell Stellen einzustellen und gefunden zu werden. Hier werden Jobs vor allem in der Softwareentwicklung, im Kundensupport, Marketing und im Design & UX gepostet. Außerdem ist das Portal kostenlos nutzbar.
Link: Remoteok
Welche Branchen sind ortsgebunden?
Viele Branchen und Berufe haben diesen Work- und Lifestyle bereits etabliert. Besonders im Finanzsektor wie beispielsweise der Buchhaltung, im Online Marketing und in der IT, ist diese neue Form der Arbeit weit verbreitet. Denn all das sind Bereiche, in denen vor allem geschrieben, designed, telefoniert oder programmiert wird. Existieren Branchen, in denen ortsunabhängiges Arbeiten bzw. ortsunabhängige Jobs nicht funktionieren? Ja, die gibt es: Ärzte, Verkäufer im Einzelhandel, Pfleger, Handwerker und viele andere Dienstleistungsunternehmen sind an ihre Arbeit vor Ort gebunden und können ihren Arbeitsplatz nicht einfach frei wählen.
Welche Tools und technischen Voraussetzungen brauchst Du wirklich?
Das Arbeiten an beliebigen Orten bzw. die „Machbarkeit“ hängen stark von den vorhandenen Arbeitswerkzeugen ab. Remote Tools für Videokonferenzen, soziale Netzwerke und Collaboration-Software sammeln für alle Mitarbeiter relevante Informationen und sind für die Zusammenarbeit im Team essenziell.
Diese Werkzeuge helfen bei der digitalen Zusammenarbeit:
- Infrastruktur: Eine gute Internetverbindung ist die Grundlage für das Konzept der Remote Arbeit.
- Hardware: Laptop und Firmenhandy gehören zur Grundausstattung
- Remote Software: Offener Chat für laufende Kommunikation. Hier bieten sich Slack, Zoom oder Skype an. Für das Einwählen ins Firmennetzwerk ohne
Sicherheitsrisiken sind VPN-Zugänge von Vorteil. - Ausgabenverwaltungssoftware: Dank Firmenkreditkarten sowie der dazugehörigen Software lassen sich Ausgaben einfach, schnell und effizient von überall aus bewältigen.
- Dokumentmanagement: Kollaboratives Arbeiten in einem Dokument bieten beispielsweise Google Drive und Dropbox.
- Projektmanagementtools: Projektmanagement-Software wie factro strukturiert die Aufgabenverteilung im Team.
Tipps für die Arbeit in Remote
Transparente Kommunikation
Mit Remote Work zum Erfolg – das gelingt nur, wenn innerhalb des Teams transparent kommuniziert wird. Dabei ist es hilfreich, gemeinsam zu besprechen, welche digitalen Tools als hilfreich angesehen werden und auf welche verzichtet werden kann. Klar ist: Digitale Tools unterstützen Euch nur dann, wenn Ihr Euer Wissen mit anderen Remote Workern teilt.
Zeitliche Grenzen setzen
Persönliches Zeitmanagement: Unterschätzt wird eine präzise und strukturierte Zeitplanung auch ohne Vorgaben des Arbeitgebers. Denn wer keine klaren, zeitlichen Grenzen setzt, arbeitet meist länger und schafft nicht automatisch mehr. Hier zeigt eine Erkenntnis, dass sich die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit bei Remote Workern erhöht. Unser Tipp: Gerade bei wiederkehrenden Projekten ist es sinnvoll, sie als Vorlage abzuspeichern und diese anschließend immer wieder zu verwenden.
Teamkultur fördern trotz ortsunabhängiger Arbeit
Durch die fehlende räumliche Nähe können der Teamgeist und das gemeinsame Ziel verloren gehen. Damit die Zusammenarbeit im Team, das Wir-Gefühl und die Kommunikation innerhalb des Unternehmens nicht leiden, sollte die Teamkultur regelmäßig gefördert werden. Dabei helfen digitale Anwendungen für einen einfachen Austausch, aber auch Teambuilding-Spiele und gemeinsame (virtuelle) Veranstaltungen.
5 schnelle Tipps für ortsunabhängiges Arbeiten
- Rituale schaffen
- Den Tag zeitlich planen
- Eindeutig kommunizieren
- Wohlfühlarbeitsort kreieren
- Klare Ziele setzen
Auch in der Fernarbeit ist eine klare Struktur für den Arbeitstag von Bedeutung, um Aufgaben zeitlich zu planen und die gesetzten Ziele zu erreichen. Dabei helfen tägliche Rituale, wie feste Pausen zum Mittagessen, auch ohne festen Arbeitsort.

Tägliche, kurze Abstimmungen im Team
Wie führst Du Remote Work im Unternehmen in 5 Schritten ein?
Damit Du in Deinem Unternehmen Remote Work etablieren kannst und die Umstellung gelingt, haben wir Dir nochmal alles in fünf Schritten zusammengefasst, auf die Du bei der Umsetzung achten solltest. So kann die Umstellung leicht von der Hand gehen, ohne dass die Arbeit und Leistung leidet.
Schritt 1: Welche Remote-Regeln braucht Dein Team?
- Wie viele Remote-Tage? Pflicht-/Präsenztage?
- Kernzeiten oder komplett flexibel?
- Erreichbarkeit und Reaktionszeiten pro Kanal
- Dokumentationspflicht für Entscheidungen/Aufgaben
Schritt 2: Welche Hard- und Software ist notwendig?
- Standard-Hardwarepaket definieren
- Tool reduzieren (lieber 1 Board statt 4 Listen)
- Onboarding-Guide für neue Mitarbeitende
Schritt 3: Wie regelst Du Sicherheit und Datenschutz
- VPN + Rechtekonzept + Geräte-Policies
- Keine privaten Rechner für Firmendaten
- Onboarding-Guide für neue Mitarbeitende
Schritt 4: Wie testest Du das Setup sinnvoll?
- Pilotteam (z.B. 1 Abteilung)
- Zwei bis vier Wochen Test, dann Retros
- Messpunkte: Meetingszeit, Durchlaufzeit, Rückfragen, Zufriedenheit
Schritt 5: Wie kommunizierst Du Veränderungen erfolgreich?
- Erwartungen transparent machen (Was ändert sich? Was nicht?)
- Regelmäßige kurze Check-ins
- Klare Nachsteuerung statt „wir hoffen, es klappt“
Fazit: Warum Remote Work nur mit Struktur dauerhaft funktioniert
Remote Work ist in der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Das Konzept erweitert das mittlerweile vielerorts bekannte Homeoffice um weitere Komponenten und erschafft so eine eigene Arbeitsform. Dabei geht es insbesondere um die flexible Gestaltung des Tages, abgestimmt auf die Bedürfnisse des Menschen. Dazu gehören eine freie Wahl des Arbeitsortes, eine bessere Anpassung an die private Situation und ein optimales Nutzen des eigenen Leistungshochs.
| ✓ Höhere Produktivität | ✗ Fehlender Informationsfluss |
| ✓ Wegfall des Arbeitsweges | ✗ Weniger Networking |
| ✓ Familienfreundlich (Work-Life-Balance) | ✗ Erhöhtes Arbeitspensum |
| ✓ Gesteigerte Konzentration | ✗ Isolation |
| ✓ Von überall arbeiten | ✗ 100 prozentiger Datenschutz wird schwierig |
Am Ende des Tages definiert jedes Unternehmen den Begriff „Remote Work“ für sich. Einige Organisationen stellen komplett darauf um, andere führen es nur temporär ein. Das spätere Gelingen hängt dabei von vielen Faktoren ab und ist zudem Typsache. Zum Remote Leadership gehören die nötige Selbstdisziplin, eine transparente Kommunikation mit allen Beteiligten und eine klare Struktur.
Weiterführende Lese-Tipps!
- Nie mehr ins Büro (wiwo.de | WirtschaftsWoche)
- Workation: Dort arbeiten, wo andere Urlaub machen – geht das? (basicthinking.de | Technologie und Wirtschaft)
- Remote arbeiten – Infos, wie du damit beginnst (teamdrive.com | TeamDrive)
- Remote Work: Das Arbeitsmodell der Zukunft? (humanresourcesmanager.de | Human Resources Manager)
- Remote Work: Diese Regeln müssen Arbeitnehmer kennen (welt.de | Wirtschaft und Karriere)
- Remote Work: 20 Tipps für die Arbeit in verteilten Teams (me-company.de | me & company Magazin)


