SMART Ziele definieren & erreichen

Erfolgreiche Projekte brauchen ein klares Ziel. Mit der SMART-Formel können Sie diese definieren. Wie das geht, lesen Sie hier.

Mit der SMART-Methode zum Erfolg

Die SMART-Formel, auch bekannt als SMART oder S.M.A.R.T., ist eine beliebte Methode zur präzisen Definition von Zielen. Mit SMART Zielen werden gewünschte Ergebnisse in einen zeitlichen, greifbaren und detaillierten Kontext gesetzt, um leichter verfolgt, nachvollzogen und erreicht werden zu können.

Eine Grafik über die SMART-Formel
Die SMART-Formel im Detail

Doch was genau ist die SMART-Formel und wie kann sie im Projektmanagement genutzt werden? Was sind Beispiele für SMART Ziele?

SMART Ziele: Definition

Die SMART-Formel sieht eine Zielformulierung anhand bestimmter Parameter vor. Der Begriff ist ein Akronym, jeder Buchstabe steht für eine dieser Rahmenbedingungen. Die einzelnen Elemente sind spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert.

Im folgenden Artikel erfahren Sie, was diese Begriffe im Detail für das Festlegen von Zielen im Projektalltag bedeuten.

S – Spezifisch

Ein Ziel sollte immer spezifisch sein. Das ist besonders wichtig, weil erst so ein konkretes, klares und eindeutiges Verständnis für das gewünschte Ergebnis möglich ist. Achten Sie bei der Ziel-Beschreibung also darauf, nicht zu allgemein zu bleiben. Für Ihre Projektplanung bedeutet dies, dass Ihr Ziel nicht „Einkauf beschleunigen“ oder „After-Sales verbessern“ lauten sollte.

Diese Beschreibungen sind sehr vage und nicht greifbar. Sie können zwar mit einer allgemeinen Aussage starten, sollte diese aber durch die SMART-Parameter spätestens nach dem letzten Punkt ausreichend präzisiert haben, sodass sie keinen Interpretationsspielraum bietet.

M – Messbar

Ihr Ziel sollte immer messbar sein. Geben Sie daher an, welche messbaren Kriterien Sie anlegen. Beim Thema „Einkaufsprozess beschleunigen“ könnte eine messbare Variable z.B. sein, wie viel schneller dieser werden soll:

„Den Einkaufsprozess um 2 Tage von 6 Tage auf 4 Tage beschleunigen.“

Sobald Sie messbare Parameter nutzen (und auch messen können), profitieren Sie direkt von mehr Klarheit in Ihrer Zielformulierung. Sie haben immer einen konkreten Maßstab an Ihrer Seite, an dem Sie sich bei der Umsetzung und im Review orientieren können.

Projektmitarbeiter schaut auf seine Uhr und lächelt

A – Akzeptiert

Ihr aufgestelltes Ziel sollte von möglichst allen Mitarbeitern akzeptiert werden. Dafür sollte herauskommen, warum es lohnenswert ist, darauf hinzuarbeiten und den vorgesehenen Weg zu verfolgen. Zum Teil wird das der Buchstabe A bei SMART Zielen auch mit „Attraktiv“ beschrieben, was die Wichtigkeit eines spürbaren Mehrwerts hervorhebt.

  • Warum möchten wir dieses Ziel verfolgen?
  • Was ist der Mehrwert?
  • Warum akzeptieren wir dieses Ziel?

Im Falle des Einkaufsprozesses könnte die Formulierung also wie folgt fortgesetzt werden:

„Den Einkaufsprozess um 2 Tage von 6 Tage auf 4 Tage beschleunigen, um mehr produzieren und ausliefern zu können.“

R – Realistisch

Wichtig für die Messbarkeit und Akzeptanz des Ziels ist insbesondere, dass es realistisch ist. Den wöchentlichen Umsatz um 200 Prozent zu steigern und dabei 10 Stunden weniger zu arbeiten klingt sicherlich wünschenswert. Ob dies auch realisierbar ist, sollte geprüft werden.

Überlegen Sie daher genau, wie sich Ihr gewünschtes Ergebnis mit den vorhandene Ressourcen erreichen und wie es sich davon ausgehend gestalten lässt. Eine Möglichkeit wäre etwa:

„Den Einkaufsprozess um 2 Tage von 6 Tage auf 4 Tage zu beschleunigen, um 15 Prozent mehr zu produzieren und ausliefern zu können.“

T – Terminiert

Um die Formulierung Ihrer Ziele abzuschließen, benennen Sie den konkreten Zeitraum, in dem Sie diese erreichen wollen. Planen Sie dabei – wie bei einem Zeitplan – genug Puffer ein, falls nicht alle Maßnahmen sofort greifen. Orientieren Sie sich für die Zeiträume anhand der Größenordnung Ihres Projekts: Mittelfristige Optimierungen brauchen in der Regel weniger Zeit als ein umfangreiches Change Management.

Zeitplanung mit einem Kalender

Bestehende Vorgänge umzuwandeln, geschieht nicht von heute auf morgen. Die Marktausrichtung gänzlich zu ändern ebensowenig. Geben Sie sich daher ein straffes & sportliches, aber realistisches und erreichbares Ziel vor. Zum Beispiel:

„Den Einkaufsprozess bis zum 01.08.2021 um 2 Tage – von 6 Tage auf 4 Tage – zu beschleunigen, um 15 Prozent mehr zu produzieren und ausliefern zu können.“

Beispiele für weitere SMART Ziele

Zur weiteren Veranschaulichung der einzelnen Punkte zeigen wir Ihnen einige Beispiele von Zielen aus dem Projektmanagement, die mit und ohne SMART-Methode formuliert wurden.

1. Beispiel: Service

Falsch: Kundenzufriedenheit erhöhen
Richtig: Wir werden die Kundenzufriedenheit in unserem Bewertungssystem um 10 Prozent erhöhen, indem wir bis zum 01.10.2020 30 % mehr Feedback einholen und dieses in unser Produkt einfließen lassen.

2. Beispiel: Vertrieb

Falsch: Vertrieb verbessern
Richtig: Wir werden den Vertrieb verbessern, indem wir bis zum 01.03.2021 mit drei weiteren Distributoren arbeiten, um die Verfügbarkeit unserer Produkte um 30 Prozent zu erhöhen.

3. Beispiel: Performance

Falsch: Reichweite steigern
Richtig: Wir werden die Reichweite unserer Website durch drei neue Inhalte pro Woche und dem Teilen via sozialen Netzwerken um 20 Prozent erhöhen.

SMART in die Projektplanung einbinden

In der Projektplanung eignen sich SMART Ziele vor allem in den ersten Projektmanagement-Phasen. Wenn Sie einen Projektplan erstellen, dann gehören die Fragen „Was?“ und „Warum?“ zu den ersten. Logisch: Die Ziele sollten feststehen, bevor ein Projekt im Detail geplant wird.

Eine angemessene Zielsetzung hat dabei vielfältige Vorteile: Die Kommunikation mit Mitarbeitern, Stakeholdern und den Auftraggebern wird präziser und einfacher und Sie können Konflikten und Missverständnissen vorbeugen. Im Team stärkt eine einheitliche und optimalerweise gemeinsam entworfene Linie auch das Team-Gefüge.

Ziellose Projekte scheitern

Laut einer Studie des Projekt Management Institutes (PMI) machen Projekte ohne klare Ziele mit 37 Prozent den Großteil aller gescheiterten Projekte aus – eine alarmierende Zahl für Projektmanager. Hier hilft die SMART-Methode deutlich, denn durch die einzelnen Parameter werden Vorstellungen greifbar.

Überlastete Projektleiterin hält Dokumente über Ihren Kopf und schaut erschrocken auf einen LaptopStarten Sie also mit Ihren ausgearbeiteten SMART Zielen in die Planung und bauen Sie darauf basierend z.B. einen Projektstrukturplan (PSP). Für eine angemessene Terminplanung können Sie beispielsweise auf ein Gantt Diagramm zurückgreifen. Halten Sie dort fest, welche Aufgaben in Vorgänger-Nachfolger-Beziehungen voneinander abhängen und setzen Sie Meilensteine als wichtige Benchmarks.

Mit der SMART-Formel zum Ziel

Die SMART-Formel ist eine etablierte und praktische Methode im Projektmanagement, um Ihre Projektplanung spürbar zu vereinfachen. Für die Kommunikation, Freigabe und auch die Arbeit – klare Ziele sind nötig, damit Projekte erfolgreich und dabei wirtschaftlich sind.

Die Vorteile von SMART auf einen Blick

  • genaue Ziele
  • gesteigerte Akzeptanz
  • höhere Transparenz
  • kontextbezogene Kommunikation
  • präzise Planung

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Was genau sind SMART Ziele?


Wofür steht der Begriff SMART?


Was sind Beispiele für SMART Ziele?


Welche Vorteile haben SMART Ziele im Organisationsalltag?


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