Lessons Learned in 3 Schritten umsetzen

Mit Lessons Learned nutzen Du Deine Erfahrungen, um Dich zu verbessern und erfolgreicher zu werden. Was das heißt und wie das geht, liest du hier auf unserem Blog.

Was ist Lessons Learned?

Obwohl Projekte intensiv durchgeplant werden, ist das Ergebnis in der Praxis oft abweichend. Mal ist es schwierig, alle Deadlines einzuhalten oder die gewünschten Meilensteine zu erreichen, an anderer Stelle kommt der Fortschritt hingegen schneller als gedacht. Um alle wichtigen Erkenntnisse zu bündeln und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, eignet sich im Projektmanagement die Methode Lessons Learned.

Gesammelte Erfahrungen nutzen

Lessons Learned heißt übersetzt so viel wie „Lektion gelernt”. Als „Lessons Learned” bezeichnet man gewonnene Erkenntnisse, Erfahrungen und neues Wissen, die während oder nach Projektabschluss entstehen. Sie können sowohl positiv als auch negativ sein.

Ziele von Lessons Learned

Daher sind Lessons Learned nachhaltig und langfristig ausgelegt. Auf Basis aller gesammelten Eindrücke aus dem Vorfeld werden Rückschlüsse – z.B. durch Projektteams oder auch das Management – gezogen, um das Prozessmanagement zu optimieren und die eigenen Arbeits- und Organisationsstruktur zu verbessern. Zum Teil werden diese Schritte auch in einem dedizierten Lessons Learned Workshop angegangen.

Weitere Ziele von Lessons Learned sind der Aufbau eines Wissensarchivs, auf das jederzeit zurückgegriffen werden kann sowie eine erhöhte Qualität aufgrund von weniger Fehlern. Im Folgenden erfährst Du, was bei Lessons Learned zählt und wie Du gemachte Erfahrungen am effektivsten nutzt, um effizienter, leistungsstärker und wettbewerbsfähiger zu werden.

  1. Erfahrungen erkennen und sammeln
  2. Dokumentation ist alles
  3. Besprechung im Team
Mit Mail-To-Task werden Absprachen im Team gefördert
Erfahrungen machen das nächste Projekt erfolgreicher

1. Erfahrungen erkennen und sammeln

So wie die Projektmanagement-Phasen einzelne Etappen markieren, gibt es auch bei Lessons Learned Phasen. Dabei werden vor allen die übergeordneten drei Identifikation, Dokumentation und Abschlussbesprechung herangezogen.

Je nach Anzahl an Teammitgliedern, Projektumfang und gewählter Projektmanagement-Methode können diese um weitere Zwischenschritten ergänzt werden. Zur grundlegenden Orientierung geht der Artikel auf die drei Phasen als einzelne Schritte ein.

Erkenntnisse wahrnehmen

Damit die eigenen Erfahrungen zur Optimierung beitragen, müssen diese zuerst auch als solche wahrgenommen werden. Gehe mit offenen Augen durch das Projekt und sammel möglichst viele Eindrücke.

Diese Eindrücke dürfen dabei aus verschiedensten Richtungen kommen. Bei Lessons Learned geht es nicht um ausschließlich positive oder negative Erfahrung, sondern um alles, was Du aus einem Projekt mitnimmst. Dazu gehören die Erfolge, aber auch die Rückschläge. Wenn Du das Gefühl hast, dass Abläufe noch weiter optimiert werden können, ist dies genau so relevant.

Frage Dich also:

  • Was ist gut gelaufen?
  • Was lief schlecht?
  • Was kann noch besser werden?

2. Dokumentation ist alles

Für Projekte gilt die Regel: “Organisation ist alles”. Für Lessons Learned lässt sich diese Redewendung auf das stete dokumentieren ummünzen, denn hier gilt: Dokumentation ist alles! Ob die Bearbeitungsdauer einer Aufgabe, das Einhalten bzw. Reißen einer Deadline oder der Umgang mit vorhandenen Ressourcen.

Dokumentiere alles kontextbezogen und zielgerichtet, z.B. in einer Collaboration Software wie factro. So hast Du alle Eindrücke direkt im Bezug zur jeweiligen Aufgabe und mit allen nötigen Infos, die auch nachträglich eine Nachvollziehbarkeit und Verständnis ermöglichen.

Wenn all diese Erfahrungen dokumentiert werden – klein wie groß und positiv wie negativ –, schaffst Du es, auch an vermeintlich kleineren Details nachhaltig zu arbeiten und so eine rundum optimierte Arbeitsstruktur einzuführen.

Jeder Mitarbeiter zählt

Dabei sollten alle Kollegen die gebündelten Eindrücke festhalten, da sich erst dann ein umfassendes Bild ergibt. Hier sollten Führungspersonen vorangehen und den Mitarbeitern zeigen: Es geht nicht um Schuldzuweisungen oder wer welchen Fehler gemacht, sondern wie man besser werden kann.

Projektteam bei Brainstorming

Know-How sichern und ausbauen

Durch die umfassende Dokumentation entsteht Wissens-Transparenz. Du sicherst Know-How und baust es nach jedem Projekt immer weiter aus. Das federt auch Faktoren wie Fluktuation oder Krankheit ab.

3. Besprechung im Team

Um die Erfahrungen aller Kollegen gemeinsam zu besprechen und zusammenzufassen, eignet sich eine Abschlussbesprechung. Meist findet die Zusammenfassung und Reflektion nach dem Projekt statt, oft auch in Form eines Lessons Learned Workshops. Doch je Art von Projektmanagement kannst Du schon während des Projekts mit Lessons Learned arbeiten, z.B. im agilen Projektmanagement oder auch bei Scrum.

Individuelle Fehler oder Schuldzuweisungen sind keine produktive Grundlage für die Besprechung. Konzentriere Dich stattdessen darauf, wie die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Projekt Dir bei der Verbesserung Deines Projektmanagements hilft.

Halte offen fest, was gut und was schlecht lief. Dabei sollten alle Beiträge die gleiche Gewichtung haben, unabhängig von der individuellen Position. Lessons Learned braucht klare Spieglregeln, denn sie funktionieren nur mit

  • Ehrlichkeit aller Beteiligter
  • Transparenz für und durch alle
  • Kommunikation über alle Ebenen und Teams hinweg
  • Vertrauen in die Kollegen

Sorgen für eine Atmosphäre, in der diese Regeln gegeben sind und eingehalten werden können. Dies sorgt nicht nur für eine ertragreiche Besprechung, sondern auch für ein nachhaltig gestärktes Wir-Gefühl im Team.

Fazit: Mit Lessons Learned das Projektmanagement verbessern

Lessons Learned ist eine wertvolle Methode, um als Team gemachte Erfahrunen zu teilen und das eigene Projektmanagement konstant zu optimieren. Dokumentiere Deine Eindrücke dabei immer kontextbezogen. Ist bei der Bearbeitung gewisser Aufgaben etwas aufgefallen, was gut oder schlecht war, notiere dies an der richtigen Stelle. Für Folgeprojekte sind auch Checklisten hilfreich.

Deine Dokumentation kann am besten unterstützt von einer Software für Projektmanagement oder Aufgabenverwraltung digitalisiert werden. Die Lessons Learned werden so zentral in Deiner Organisation gepflegt und liegen so bei der Abschlussbesprechung für alle vor.

Dann steht einer nachhaltigen Verbesserung nichts mehr im Weg und das Team profitiert von der Nachbereitung der Projekte und Erfahrungen. Vorteile sind u.a.:

  • Fehler werden vermieden
  • die Qualität wird erhöht
  • die Effizienz (Zeit, Geld) steigt
  • Know-How und Wissensmanagement werden gesichert
  • das Teamgefüge wird gestärkt

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