Brainstorming Regeln – erfolgreich Ideen finden

Wie funktioniert Brainstorming eigentlich? Wir zeigen Dir, welche Regeln & Tipps das Brainstorming in Deinem Team erfolgreich machen.
Ein Mann steht vor einer Wand mit Post-its

Brainstormen mit Erfolg

Du willst mehr Kreativität in Deinem Team fördern? Innovative Ideen entstehen lassen? Und auch originellen Einfällen freien Lauf lassen? Eine beliebte Methode ist das Brainstorming als Kreativitätstechnik.

„Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vorn herein ausgeschlossen erschien.”

Brainstorming hilft dabei, besonders viele neue Ideen in kurzer Zeit als Team in kurzer Zeit zu sammeln und anschließend zu priorisieren. Damit das auch gut klappt, gibt es Brainstorming Regeln, die als eine Art Leitfaden durch die Technik führen. Wir zeigen Dir, welche Regeln & Tipps das Brainstorming in Deinem Team erfolgreich machen.

  1. Was ist Brainstorming genau?
  2. 8 Brainstorming Regeln, die Du kennen solltest
  3. Ablauf: 4 Phasen des Brainstormings
  4. PDF Brainstorming & Tipps
  5. Fazit: Brainstorming hat mehr Vor- als Nachteile
Ein Team arbeitet gemeinsam an einem Projekt
Brainstorming funktioniert am besten im Team.

1. Was ist Brainstorming genau?

Brainstorming ist eine Methode, um zum einen mehr Kreativität zu fördern und zum anderen die Produktivität bei der Ideenfindung zu erhöhen. Herausforderungen, Schwierigkeiten sowie Probleme können durch die Brainstorming-Technik oft erfolgreicher gelöst werden. In dem zum Beispiel Ideen in einer Mindmap in einer Gruppe gesammelt und in einer anschließenden Diskussion ausgewertet werden.

In einem zeitlich vorgegeben Rahmen werden dabei so viele Ideen wie möglich zusammengetragen, die zur Lösung des Problems beitragen können. Festgehalten werden die Lösungsansätze entweder klassisch auf Notizzetteln und Post-its – oder in einem digitalen Tool, in dem Einfälle ortsunabhängig zusammenkommen.

💡
Es gibt auch andere Techniken, die dem Brainstorming ähneln. Das ist z.B. das Brainwriting, bei dem Teilnehmende Ideen in Ruhe finden. Oder auch das Brainswarming, bei dem Klebezettel auf einer Pinnwand gebündelt und anschließend verknüpft werden.

Warum ist Brainstorming denn überhaupt sinnvoll?

Brainstorming wird dann sinnvoll, wenn eine konkrete Frage bzw. Problemstellung gelöst werden soll. Durch die Konzentration auf eine bestimmte Frage, wird der Fokus nur auf diese einzige Herausforderung gesetzt. In erster Linie sollten durch diese Methode Ideen gefunden und bewertet werden.

Zudem sollen spontane Einfälle der Mitarbeiter bei der Durchführung entstehen. Natürlich ist die Methode situationsabhängig und muss zur Fragestellung passen, denn nicht in allen Vorhaben ist Brainstorming effizient. Wichtig ist es, gewisse Regeln einzuhalten, damit die Technik auch wirklich funktioniert.

2. Sechs Brainstorming Regeln, die Du kennen solltest

Eine Brainstorming-Runde kann aus drei Teammitgliedern bestehen – hier ist die Ideensammlung noch relativ überschaubar und einfach zu koordinieren – oder aber auch bis zu 20 Mitarbeitenden, was einen Überblick erschwert. Damit das Brainstorming trotz hoher Teilnehmerzahl erfolgreich wird, gilt es, sich an bestimmte Regeln zu halten.

Regel 1 – jegliche Idee zählt

Ziel der Methode ist es, besonders viele Ideen zusammenzutragen. Hier steht also Quantität vor Qualität. Beim ersten Sammeln der kreativen Einfälle geht es auch keinesfalls darum, diese zu bewerten. Ausschlaggebend ist die Anzahl an Vorschlägen, die zur Fragestellung passen könnten.

Hierbei ist es essentiell, dem Team zu vermitteln, dass keine Idee falsch ist, denn es geht zunächst um die Vielfalt und den Gedanken dazu freien Lauf zu lassen.

Regel 2 – Ideen nicht kritisieren

Die Gedanken, die zusammenkommen dürfen während des Brainstorming von Mitgliedern aus dem Team weitergesponnen werden. Die einzige Voraussetzung: Es darf nicht kritisiert werden.

Ein Team sitzt an einem Schreibtisch
Beim Sammeln der Ideen ist Kritik nicht erwünscht

Regel 3 – richtige Moderation

Wofür braucht es überhaupt einen Moderator beim Brainstormen? Zunächst einmal erklärt der Moderator das Problem sowie Ziel des Brainstormings. Es sollte für alle transparent sein, worum es eigentlich geht. Er behält außerdem die Übersicht über die Einhaltung der Regeln, den strukturierten Ablauf sowie die begrenzte Dauer und erstellt eine Agenda bzw. Meeting-Protokoll.

Dazu fällt es häufig extrovertierten Teammitgliedern einfacher, frei ihre Ideen zu äußern. Die Aufgabe der Moderation besteht also darin, auch introvertierte Teamkollegen zum Mitmachen zu animieren und ihnen ein gutes Gefühl zu geben. Auch schaut er, dass Ergebnisse an einem Ort gesammelt sowie protokolliert und abschließend sinnvoll dokumentiert werden.

Regel 4 – passendes Tool zum Sammeln der Ideen

Das Sammeln von Ideen auf Post-its oder Whiteboards wird ersetzt durch digitale Tools. Diese haben den Vorteil, dass sie von überall aus genutzt und visualisiert werden können. Das bedeutet, dass Teammitglieder aus dem Homeoffice genauso beteiligt sein können, wie diejenigen im Büro vor Ort. Beliebte Brainstorming-Tools sind z.B. factro, Miro oder auch Mindmaster.

Regel 5 – Zeitliche Grenzen setzen

Die Technik benötigt natürlich einen zeitlichen Rahmen. Am besten werden themenabhängig 30-60 Minuten gewählt. Dabei sollte die Zeit in Ideenfindung und anschließende Nachbereitung eingeteilt werden. Je nachdem, wie schnell und wie viele Ideen zusammenkommen, kann die Dauer spontan angepasst werden.

Regel 6 – Ideen nachbereiten und umsetzen

Die Sammlung von kreativen Ideen macht Spaß und stärkt das Wir-Gefühl sowie Zusammenarbeit im Team, gemeinsam Lösungen zu kreieren. Aber auch die Nachbereitung ist ein wichtiger Aspekt der nicht außer Acht gelassen werden darf. Erst hier stellt sich heraus, welche Vorschläge nutzbar sind und welche verworfen werden können.

Ein Whiteboard auf dem ideen gesammelt werden
Die Nachbereitung der Ideen ist ein wichtiger Punkt, der nicht vergessen werden darf

3. Ablauf: 4 Phasen des Brainstormings

Wie läuft ein Brainstorming-Prozess denn überhaupt ab? Grundsätzlich werden vier Phasen durchlaufen:

  1. Ideen sammeln: Im ersten Schritt werden also erst alle Ideen zusammengetragen und – am besten in einem digitalen Tool – notiert
  2. Ideen strukturieren: Die zweite Phase dient der Strukturierung dieser Ideen. Hier hilft es die verschiedenen Ideen in unterschiedliche Kategorien einzuteilen, um diese besser zu überblicken. Manchmal entstehen Vorschläge auch doppelt. Diese können zusammengefasst werden.
  3. Vorschläge bewerten: In Phase drei dürfen die geordneten Ideen bewertet sowie kritisiert werden. Warum ist der Vorschlag sinnvoll? Wieso kann die Umsetzung mit dieser Idee nicht funktionieren? Zuletzt sollten nur noch die bestmöglichen Ideen übrig bleiben.
  4. Ideen nachbereiten: Der letzte Schritt ist die Nachbereitung: Wer verfolgt welchen Vorschlag weiter? In dieser Phase können z.B. auch schon konkrete Aufgaben in einem Projektmanagement-Tool erstellt werden und bei Verantwortlichen direkt auf dem digitalen Schreibtisch landen.

4. PDF Brainstorming & Tipps

📌

Im Brainstorming PDF findest Du noch mal alle wichtigen Regeln sowie Tipps für ein erfolgreiches Brainstormen in Deinem Team. Lad Dir das kostenlose Brainstorming PDF einfach runter.

5. Fazit: Brainstorming hat mehr Vor- als Nachteile

Festgehalten werden kann, dass Brainstorming mehr Vorteile als Nachteile mit sich bringt. Es ist nicht nur eine beliebte Möglichkeit, um innovative Prozesse voranzutreiben, sondern trägt Ideen aus unterschiedlichen Perspektiven zusammen. Die Methode ist nicht sehr erklärungsbedürftig und häufig schon bekannt. Das macht einen schnellen Start problemlos möglich.

Vorteile
Nachteile
✓  Viele Ideen aus unterschiedlichen Perspektiven ✗  Viel Unklarheit bei der Nachbereitung
✓  Innovative Lösungsansätze ✗  Fördert insbesondere Extrovertierte
✓  Kurze Vorbereitung bzw. Erklärungszeit
✓  Zusammenarbeit im Team wird gestärkt

Hat Dir dieser Artikel gefallen? Gerne kannst Du den Beitrag hier bewerten:
[Anzahl: 5 Durchschnitt: 5]