Fünf Fragen an Jule Peters

Ein Mikrofon vor verschwommenen Hintergrund

5 Fragen an Jule Peters

Experten teilen ihr Know-How

Unsere Interview-Reihe “Fünf Fragen an” geht heute in die nächste Runde. Hier stehen Experten zu den Themen “Collaboration”, “digitale Zusammenarbeit” und “New Work” Rede und Antwort mit Tipps, Erfahrungen und einem Blick in die Zukunft.

Heute im Gespräch: Jule Peters. Sie ist Content Creatorin bei The People Branding Company und weiß als GenZlerin, was ihre Generation vom Arbeitsmarkt erwartet.

factro: Was ist für Dich New Work? Und was nicht?

Jule Peters: New Work bedeutet für mich Vertrauen und Freiheit – ich habe die Chance, meinen Arbeitsalltag selbst zu bestimmen und flexibel über Zeit und Ort zu entscheiden. Ich übe weder einen 9-to-5 Job aus, noch muss ich einer Officepflicht nachkommen. Jede Woche, jeder Tag kann anders aussehen und ich habe das Glück, darüber frei zu entscheiden und meinen Job meinen Bedürfnissen anpassen zu können.


factro: Welche Chancen bietet New Work für Unternehmen?

Jule Peters: Von Unternehmen wird immer mehr Innovation und Reaktionsfähigkeit auf neue digitale Trends gefordert, um weiterhin beständig zu bleiben. New Work schafft in Unternehmen ein dynamisches und agiles Umfeld. Nur auf diesem Weg ist die digitale Transformation möglich. Durch mehr Freiräume im Arbeitsalltag und neue Arbeitszeitmodelle sowie Arbeitsumgebungen rückt Kreativität und Innovationsgeist immer mehr in den Mittelpunkt des Arbeitsalltags. New Work fördert somit die Motivation und Produktivität der einzelnen Mitarbeitenden und schafft persönliches sowie berufliches Wachstum.


factro: Was sind für Dich die entscheidenden und unmittelbaren Mehrwerte digitaler Zusammenarbeit? Warum sollten Unternehmen und Organisationen dieses Thema besser sofort als später angehen?

Jule Peters: Durch die Corona-Pandemie habe ich meine Ausbildung größtenteils remote absolviert und mich danach entschieden, in einer 100% remote Company zu arbeiten. Es zeigt, wie wichtig digitale Zusammenarbeit in Zeiten von Krisen ist. Unternehmen, die bereits über digitale Arbeitsweisen verfügen, können schnell auf neue Herausforderungen reagieren und den Geschäftsbetrieb aufrechterhalten.

Neben der Krisenresistenz ist für mich ein unmittelbarer Mehrwert die Effizienzsteigerung. Durch digitale Kommunikationstools beschleunige ich die Kommunikation zwischen Teammitgliedern und somit auch wieder Arbeitsprozesse, da Entscheidungswege kürzer sind. Darüber hinaus erfolgt der Wissensaustausch durch digitale Tools und Formate viel schneller: Teams können gemeinsam an Dokumenten arbeiten, Informationen schnell teilen und somit wiederum voneinander lernen. Niemand braucht warten, bis alle relevanten Stakeholder im Office zusammenkommen.

Als 3. Mehrwert sehe ich vor allem die Flexibilität, denn digitale Zusammenarbeit ist die Grundlage für zeit- und ortsunabhängiges zusammenarbeiten. Aus einer EZB-Studie geht hervor, dass 30% der Beschäftigten in der Euro-Zone sich öfter wünschen, im Home Office zu arbeiten, als es ihr aktueller Arbeitgeber ermöglicht. Somit schließen Arbeitgeber zukünftig nicht nur die digitale Zusammenarbeit aus, sondern auch potenzielle Talente.


Eine Frau sitzt in einem Café und arbeitet an ihrem Laptop

factro: Was ist Deiner Ansicht nach die größte Herausforderung bei der Umsetzung digitaler Zusammenarbeit?

Jule Peters: Die Basis für eine erfolgreiche digitale Zusammenarbeit ist eine guter Teamspirit und eine Unternehmenskultur, mit der sich alle identifizieren. Wenn ein Team bereits im Büro nicht gut zusammenarbeiten konnte, dann wird es online nicht wirklich besser. Hat man eine gute Grundlage geschaffen, ist es wichtig, den Teamspirit auch in die digitale Welt zu tragen und neue Format zum gegenseitigen Austausch zu schaffen, beispielsweise digitale Afterworks oder tägliche Team-Check-In, wo sich das ganze Team einmal am Tag hört.


factro: Welche Veränderungen im Hinblick auf Gen Z kommen auf Unternehmen zu?

Jule Peters: Allem voran: Wenn in deinem Unternehmen noch gesiezt wird, dann seid ihr ganz schön hinterher. Die Siez-Kultur ist für mich kein Ausdruck von Respekt, sondern von starren Strukturen und Hierarchien. Lasst uns auf Augenhöhe kommunizieren!

Keine Generation verkörpert den Drang nach Flexibilität und Individualität so sehr wie die GenerationZ. Die GenZ treibt den New Work-Gedanken weiter nach vorne und es ist unglaublich wichtig, dass Unternehmen die Bedürfnisse ihrer jungen Mitarbeitenden wahrnehmen, aber gleichzeitig ihre anderen Mitarbeitenden nicht aus den Augen verlieren. Das Erfolgsrezept für eine gute Zusammenarbeit, vor allem digital, lautet: Kommunikation & Vertrauen.


Über Jule Peters:
Als Content Creator ist Jule Peters in ihrer Position für die Gestaltung der CEO Accounts zuständig. Zudem treibt sie ihre eigenen kreativen Projekte voran.

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