Was ist Influencer-Marketing?

Was macht einen guten Influencer aus? Das sind die Fakten und Möglichkeiten, wie Du Deine Zielgruppe in Social Media erreichst.

Social Media richtig nutzen

Der Bereich des Marketings hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten stark verändert. Mittlerweile spielen das Internet und die sozialen Medien eine immer wichtigere Rolle. Seit einiger Zeit gibt es das sogenannte Influencer-Marketing. Diese Methode kannst Du umfangreich für den Erfolg Deines Unternehmens nutzen. Hier findest Du einen Überblick über Wissenswertes und Aspekte, die Du dabei beachten solltest.

  1. Definition und grundsätzliche Fakten
  2. Konkrete Möglichkeiten des Influencer-Marketings
  3. Was macht einen guten Influencer aus?
  4. Passende Influencer finden
  5. Fazit

1. Definition und grundsätzliche Fakten

Influencer-Marketing bezeichnet die Beeinflussung der Meinung der Konsumenten zu Produkten oder Marken durch bestimmte Persönlichkeiten. Oftmals findet es in den sozialen Medien statt. Umgesetzt wird diese Art der Werbung durch das Posten von Fotos oder Videos, die sich mit dem entsprechenden Thema und einem konkreten Artikel beschäftigen.

Bedeutung der Followerzahl und genutzte Portale

Dabei kommt es für den Erfolg unter anderem darauf an, dass die Influencer eine große Reichweite haben. Oftmals folgen den Kanälen mehrere Millionen Menschen – ein großes Potenzial an möglichen Kunden also. Je mehr Follower ein Influencer hat, desto größer ist der Effekt Aktivitäten.

Kleinere Ergebnisse lassen sich allerdings bereits mit Kanälen mit einer geringeren fünfstelligen Followerzahl erzielen. Personen, die eine solche Präsenz haben und im Beeinflussen der Meinung ihrer Zuschauer aktiv sind, werden Micro-Influencer genannt. Potenzielle Portale, über die die Influencing betrieben werden kann, sind vor allem:

  • YouTube,
  • Instagram,
  • Facebook
  • und TikTok.

Aber auch Blogs mit einer gewissen Reichweite können als Basis für diese Form des Marketings genutzt werden.

Verschiedene Arten von Influencern

Bei alledem solltest Du zwischen mehreren Arten von Influencern unterscheiden, wobei vor allem zwei Typen für dich relevant hilfreich sind. So gibt es Influencer, die die Marke und die Produkte, die sie präsentieren, stets in einem möglichst guten Licht darstellen.

Andere Kanäle wiederum bieten ein hohes Fachwissen ihres Betreibers, der auf dieser Basis ehrliche und detaillierte Bewertungen veröffentlicht. Daneben gibt es kritische Influencer, die stets von ihren schlechten Erfahrungen mit Produkten oder Leistungen berichten, also keinen positiven Werbeeffekt erzielen möchten. Letztere sind für dich als Gründer und für ein gelungenes Marketing kaum relevant.

Grundsätzlich kann jeder, der sich ein reichweitenstarkes Profil aufbaut, Influencer werden. In einigen Fällen sind es Prominente, die das Marketing als Möglichkeit für einen guten Nebenverdienst nutzen. Andere Influencer haben eine große Leidenschaft für ein bestimmtes Thema und bauen sich durch eine wachsende Reichweite ihres Kanals ein lukratives Hauptstandbein auf.

Schreibtisch mit einer Tasse und To-do-Liste
Influencer-Marketing hilft dabei, die Zielgruppe in ihrer Kaufentscheidung zu beeinflussen

2. Konkrete Möglichkeiten des Influencer-Marketings

Es gibt verschiedene Arten von Inhalten, durch die das Influencer-Marketing stattfinden kann. Zu den relevanten Formen gehören unter anderem:

  • das einfache Nutzen des Produktes im Alltag des Influencers,
  • besondere Arten der Präsentation
  • sowie detaillierte Bewertungen von Produkten.

Nutzen des Produktes im Alltag

Eine der gängigsten Formen des Influencer-Marketings besteht darin, dass der Influencer das Produkt in seinem Alltag nutzt und das durch ein Foto oder Video dokumentiert. Oftmals wird der Artikel im Text des jeweiligen Posts erwähnt.

Zusätzlich wird womöglich der Mehrwert oder eine große Zufriedenheit mit dem Produkt beschrieben. Gerade bei prominenten Persönlichkeiten wie Musikern, die viele Fans haben, die sich mit ihnen identifizieren, kann diese Art des Influencer-Marketings äußerst wirksam sein.

Besondere Formen der Präsentation

Daneben gibt es besondere Formen der Präsentation von Produkten, die ein wichtiger Teil des Influencer-Marketings sind und sich über die letzten Jahre etabliert haben. Hierzu gehört vor allem das Unboxing, was oftmals in Videoform auf der Plattform YouTube stattfindet.

Neben Influencern nutzen es auch Firmen und Prominente wie Musiker auf ihren Kanälen, um ein neues Produkt zu bewerben. Im Netz findest Du eine Übersicht der relevanten Aspekte, auf die Du dabei achten solltest, damit das Unboxing einen Mehrwert hat und bei den Usern gut ankommt.

Dazu gehört unter anderem ein Blick auf die Verpackung Deines Produktes. So solltest Du den Versandkarton möglichst individuell gestalten, wobei das Design und das Material eine wichtige Rolle spielen. Das Seidenpapier und die Papierwolle, die Du nutzt, sind ebenfalls von Bedeutung.

Detaillierte Bewertungen von Produkten

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, dass der Influencer eine detaillierte Bewertung bzw. eine Review zu Deinem Produkt macht. Dies ist in Form von etwas längeren Videos für YouTube möglich.

Vor allem der Influencer-Typ der Experten in einem gewissen Themenbereich veröffentlicht oftmals solchen Content. Wenn Du ein Produkt kreierst, dass eine durchweg positive Bewertung bekommt, kann dies gerade bei Personen, die sich vor einem Kauf detailliert mit den relevanten Aspekten beschäftigen, einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

3. Was macht einen guten Influencer aus?

Für dich ist es sicherlich interessant, was einen guten und potenziell gewinnbringenden Influencer ausmacht. Dabei sind mehrere Aspekte von Bedeutung. Dazu gehören:

  • echte Follower,
  • das Anregen von Gesprächen und Reaktionen
  • sowie die Fähigkeit, die Follower zum Handeln zu bewegen.

Echte Follower

Wichtig für den Erfolg ist, dass der Influencer echte Follower hat. Dies ist vor allem deshalb relevant, da es mittlerweile die verschiedensten Möglichkeiten gibt, zum Beispiel Abonnenten für Instagram zu kaufen. Sogar weltweit bekannte Promis machen hiervon Gebrauch.

Das Problem ist, dass diese Follower dann keinerlei Begeisterung für den Influencer haben, der Effekt der positiven Beeinflussung für Deine Produkte also ausbleibt. In einigen Fällen legen es gerade neuere Influencer sogar darauf an, ihre potenziellen Kunden auf diese Weise zu täuschen. Die Fake-Follower kannst Du auf der Basis verschiedener Anhaltspunkte erkennen. Dazu gehören:

  • ein unnatürlich starkes Wachstum der Followerzahl in kurzer Zeit,
  • ein ungewöhnliches Verhältnis zwischen der Followerzahl und der Anzahl der Likes auf einem Post
  • sowie eine ähnlich auffällige Ratio zwischen den Likes und den Kommentaren.

Gibt es hier eindeutige Unregelmäßigkeiten, solltest Du von einer Zusammenarbeit Abstand nehmen.

Anregen von Reaktionen und Handlungen bei den Followern

Gleichzeitig sollten die Influencer mit der Art ihrer Posts dazu anregen, dass die Abonnenten des Profils aktiv werden, reagieren und vielleicht sogar diskutieren. So verbreitet sich ein Post oftmals besonders umfangreich – der Effekt des Marketings steigt.

Dabei müssen allerdings gewisse Grenzen beachtet werden, um nicht das Risiko einzugehen, einen Shitstorm zu bekommen. Zusätzlich muss der Influencer sein Publikum zum Handeln animieren. So steigen die Chancen, dass die User Dein Produkt tatsächlich kaufen.

Frau sitzt am Laptop mit Kopfhörern
Das Überprüfen der „echten” Follower ist ausschlaggebend über den Erfolg

4. Passende Influencer finden

In einem nächsten Schritt musst Du Dir mit diesem Hintergrundwissen die Frage stellen, wie Du die passenden Influencer für Deine Produkte findest. Dabei lohnt sich ein genauerer Blick auf Deine Zielgruppe.

Blick auf Deine Zielgruppe

So solltest Du dich zunächst fragen, welches Alter, welche Interessen und welche Werte die Personen in Deiner Zielgruppe haben. Das ist relevant, da Du so erste Erkenntnisse darüber gewinnst, mit welchen Influencern sich die Käuferschicht womöglich identifizieren kann.

Im nächsten Schritt kannst Du überlegen, welche Portale Deine Zielgruppe nutzt. Bei einer sehr jungen Käuferschicht ist zum Beispiel TikTok sicherlich besonders geeignet, bei betagteren Verbrauchern hingegen andere soziale Medien oder Blogs. So grenzt Du Stück für Stück Deine Möglichkeiten auf eine Liste der Komponenten ein, die für Deine Werbung zielführend sind.

Suche nach den passenden Influencern

Auf dieser Basis kannst Du dann nach geeigneten Influencern suchen, die alle Kriterien erfüllen, die für das Erreichen Deiner Zielgruppe relevant sind. Ein möglicher Weg hierfür besteht in Eigenrecherche.

Dabei lohnt sich vor allem ein Blick auf die Portale, die für Deine Käufer relevant sind. Welche Influencer haben hier Erfolg, wirken sie vertrauenswürdig und passen sie zu Dir, Deinem Unternehmen und Deinem Produkt?

Die entsprechenden Personen kannst Du dann für eine mögliche Zusammenarbeit anfragen. Alternativ gibt es im Netz verschiedene Seiten, die eine gute Übersicht über Influencer in unterschiedlichen Bereichen bieten.

Gleichzeitig müssen die Leistungen des Influencers in einem für dich bezahlbaren Rahmen liegen. Das gilt vor allem vor dem Hintergrund, dass entsprechende Kanäle mit mehreren Millionen Followern pro Post oftmals vierstellige, wenn nicht sogar fünfstellige Beträge verlangen.

Falls Dein Budget deutlich geringer ist, hast Du die Möglichkeit, auf die bereits erwähnten Mikro-Influencer zu setzen. Alternativ gibt es mittlerweile sogenannte Nano-Influencer, die zwischen 1000 und 10.000 Followern haben, aber gleichzeitig eine besonders enge Bindung zu ihren Usern aufweisen, was ebenfalls zu gewissen Erfolgen führt.

5. Fazit

Influencer-Marketing bringt viele Vorteile mit sich. So kannst Du potenzielle Kunden erreichen, die womöglich die Begeisterung des Influencers, der Deine Produkte bewirbt, teilen. Dabei solltest Du darauf achten, dass die Werbetreibenden und Portale zu Deiner Zielgruppe passen. Falls Dein Budget etwas geringer ist, bieten Dir Mikro- und Nano-Influencer eine gute Option für einen ersten Einstieg in diese Form des Marketings.

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